| La Luna - Velolager von Marbach nach Genf |
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Die Gruppe Laluna beschäftigte sich seit den Frühlingsferien damit, was sie als Lagerprojekt unternehmen wird. Es gab viele Ideen und Vorschläge, aber am Schluss setzte sich das Projekt „Tour de Suisse“ durch. Das heisst, in zehn Tagen von Marbach nach Genf und danach mit dem Zug wieder zurück. Das pädagogische Ziel dieses Vorhabens war es bei, den Kindern und Jugendlichen das Selbstvertrauen zu stärken, den Durchhaltewillen zu festigen, Selbständigkeit lernen, sich selber organisieren zu lernen und ihre Teamfähigkeit zu stärken. Einige Wochen vor dem Lager unternahmen wir kleinere Spritztouren, um uns auf die bevorstehende Herausforderung vorzubereiten. Die Fahrräder wurden kontrolliert und beim Mechaniker vorbei gebracht. Alle Radtaschen wurden am Wochenende gepackt und am Fahrrad montiert, so dass die Laluna am Mittwoch, am 24. August 2011, Richtung Bodensee losradeln konnte.
Am ersten Tag konnten wir einen Abstecher in Rorschach bei den Sandskulpturen unternehmen, da wir gut in der Zeit lagen. Am frühen Nachmittag kamen wir auf dem Zeltplatz in Egnach an und konnten so den Nachmittag am See geniessen. In der Nacht geregnete es sehr stark und gestürmte. So konnten sich alle ein erstes Mal davon überzeugen wie wasserdicht ihre Unterkunft ist. Die jüngsten der beiden Gruppe wurden, wenn die Strecke für sie zu anstrengend war, am frühen Nachmittag nach dem mittags lunch mit dem Bus abgeholt. Dafür halfen sie, die Zelte aufzubauen und das Abendessen zu kochen.
Am zweiten Tag ging die Etappe durch das schöne Thurgau, über Will nach Frauenfeld. Dort übernachteten wir auf einem kleinen Campingplatz in der Aumühle. Weiter ging es über Winterthur, Kloten, bis nach Baden. Diese Strecke war mit Abstand die längste und anstrengendste von allen. Auf grosse Hitze folgte ein heftiger Sturm. Völlig erschöpft und am Ende, kamen wir um halb zehn in Baden in der Jugendherberge an. Wir freuten uns riesig auf eine warme Dusche und ein kuscheliges Bett. Die Nacht war kurz und um halb 10, nach einem reichhaltigen Frühstück, ging es weiter nach Aarburg.
Von Aarburg ging es weiter nach Solothurn, immer der Aare entlang, eine kurze Fahrt von ca. 40km. In Solothurn assen wir den Mittags Lunch, besichtigten die Stadt und da Erna bei einer Wette verloren hatte, gab es Eis für alle. Beim Campingplatz Lido wollten sich einige ein erfrischendes Bad in der kalten Aare nicht entgehen lassen. Am nächsten Morgen hatte Sandra Geburtstag und wurde von den Kindern mit Ballons, Girlanden, Gesang und einem heissem Kaffe geweckt.
Immer noch der Aare entlang, führte unsere Reise von Solothurn, weiter über Büren an der Aare und Biel nach Gampelen am Neuenburgersee. Die Atmosphäre zwischen den Jugendlichen war ab und zu angespannt aber es kam nie zu einer Eskalation, sie versuchten miteinander auszukommen. Am siebten Tag ging die Etappe am Neuenburgersee entlang, über Estavayer-le-lac, einem historischen Städtchen das zum Kanton Freiburg gehört, weiter nach Yvonand. Wir mussten immer wieder kleinere und grössere Aufstiege bewältigen was mit der Zeit sehr kräfteraubend war. In Yvonand angekommen, dachten wir, am Meer zu sein. Die Mädchen konnten es gar nicht fassen und waren begeistert als sie den weissen Sandstrand und das klare Wasser sahen. Im Nu hatten alle ihre Badehosen an und gingen direkt zum Strand. Dort buddelte Sandra, Catharine, Cynthia und Serena im Sand ein. Völlig entspannt konnten wir den Abend beim Grillen geniessen.
Am achten Tag ging die Strecke durch Yverdon weiter nach Lausanne, auch hier gab es Teilstücke die sehr kräftezerrend waren und bewältigt werden mussten. Wir übernachteten erneut am See am Campingplatz Vidy. Das Ziel war nun zum greifen nah, da wir bereits beim Genfersee waren freuten sich alle auf den letzten Tag. Es sollte aber ein sehr strenger Abschnitt werden. Am Morgen sind wir fit und munter aufgestanden, alles bereit zum letzten Mal davon zu brausen. Stolze 70km werden es am Schluss sein. Die Mädchen wollten so schnell wie möglich in Genf ankommen und so legten sie bereits am Anfang ein beachtliches Tempo hin. Die Zeit ging rasch vorbei und uns kam es so vor, als ob wir gar nicht vom Fleck kommen. Es schien so nah und doch so fern. Als wir nahe Genf waren, legten wir noch ein schnelleres Tempo hin. Wir wollten nur noch ankommen, weil die Müdigkeit und Anstrengung überwältigend war. Als dann das Strassenschild „Genève“ kam, waren wir unglaublich
Vania Betti |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. Februar 2012 um 12:54 Uhr |




froh angekommen zu sein. Aber der Campingplatz war ausserhalb von Genf und so mussten wir noch acht Kilometer am Genfersee entlang fahren, obwohl die meisten ihren Schwung verloren haben, schafften wir es bis zum Camping Pointe à la Bise. Die Erleichterung war förmlich zu spüren und so freuten sich alle riesig auf das Pizza essen in der Stadt. Nach der leckeren Pizza genossen wir einen gemütlichen spaziergang durch die Stadt Genf. Es gab viel zu sehen, die berühmte Fontäne, die Blumenuhr, verschiedenste Souveniershop und so kamen wir sehr spät zurück und krochen müde aber glücklich gleich in unseren Schlafsäcken. Am zehnten Tag sah man allen die Strapazen der letzten Tage an, so freuten sich alle nach Hause zu gehen und das Wochenende zu geniessen. Es war ein gelungenes Lager, denn es gab keine grösseren Unfälle und die Stimmung im Team war fantastisch. Wir freuen uns schon auf das nächste Lager und sind gespannt wohin es uns das nächste Mal verschlägt.